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Strahlend weiße Zähne: Alles übers Bleaching beim Zahnarzt

08. Juni 2023

Weiße Zähne sind ein Schönheitsideal. Doch wie bekommt man sie am sichersten und effektivsten aufgehellt? Durch ein professionelles Zahnbleaching beim Zahnarzt. Was man darüber wissen muss und worauf man dabei achten sollte.

Welches Bleaching ist das Beste?

Wer eine Zahnaufhellung möchte, hat heute verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Grundsätzlich kann man das Bleaching entweder selbst durchführen oder beim Zahnarzt machen lassen. Bevor man sich für eine Methode entscheidet, sollte man einige Dinge beachten:

 

Sicherheit: 

Das Bleaching beim Zahnarzt ist sicherer als das DIY-Bleichen zu Hause. Bei unsachgemäßer Anwendung kann das Bleaching nämlich Schäden an Zähnen und Zahnfleisch verursachen. Außerdem kann nur der Zahnarzt beurteilen, ob eine Verfärbung ein Anzeichen für Karies ist, die dann zahnärztlich behandelt werden muss.

Wirkung: 

Beim Bleaching in der Zahnarztpraxis erreicht man das gewünschte Ergebnis in der Regel besser und schneller als beim selbstständigen Aufhellen zu Hause. Da Laien dabei auch vieles falsch machen können, dürfen frei verkäufliche Bleaching-Produkte nur geringe Mengen Bleichmittel enthalten. Zahnärzte hingegen haben deutlich stärker wirksame Substanzen zur Verfügung.

Kosten: 

Das Zahnbleaching beim Zahnarzt ist in der Regel teurer als die selbstständige Aufhellung zu Hause. Der Preis variiert jedoch je nach Methode und Anbieter.

Nachhaltigkeit: 

Wie lange das Bleaching-Ergebnis anhält, ist bei beiden Methoden unterschiedlich und hängt auch von individuellen Faktoren wie Rauchen oder Kaffeetrinken ab. In der Regel hält das Ergebnis nach einem Bleaching beim Zahnarzt jedoch länger an als beim Aufhellen zu Hause.

 

Beide Methoden haben also Vor- und Nachteile. Egal, wie man sich entscheidet – eine zahnärztliche Beratung im Vorfeld ist in jedem Fall sinnvoll.

Wie läuft ein Zahnbleaching beim Zahnarzt ab?

Zunächst werden die Zähne und das Zahnfleisch gründlich untersucht, um abzuklären, ob ein Bleaching sicher und sinnvoll ist. Anschließend wird in der Regel eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt, um Zahnstein und andere Ablagerungen zu entfernen. Das Aufhellen der Zähne geschieht schließlich mit einem Gel, das eine chemische Bleichsubstanz enthält – ähnlich wie beim Bleichen der Haare. Das Bleichmittel kann in den Zahnschmelz und in das darunterliegende Dentin eindringen und die farbigen Moleküle aufspalten, wodurch sie farblos werden.

Das Prinzip bleibt immer gleich, die verschiedenen Verfahren unterscheiden sich jedoch in der Vorgehensweise. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, das Bleaching direkt in der Zahnarztpraxis durchführen zu lassen (In-Office-Bleaching). Der Patient verlässt dann die Praxis mit strahlend weißen Zähnen. Anders ist das beim Home-Bleaching: Hier bekommt der Patient eine individuell angefertigte Kunststoffschiene, die mit einem Bleichmittel gefüllt und einige Stunden zu Hause getragen wird.

Wie oft darf man ein Bleaching durchführen?

Egal ob Zahnaufhellung in der Praxis oder Home-Bleaching: Zu häufiges Bleichen der Zähne kann zu Schäden am Zahnschmelz führen, wodurch die Zähne empfindlicher werden können. Wie häufig man ein Zahnbleaching machen sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der Stärke der Verfärbung und dem Zustand der Zähne. In der Regel wird empfohlen, das Bleaching nicht öfter als einmal im Jahr durchzuführen, um mögliche Schäden an den Zähnen zu vermeiden. Damit das Ergebnis möglichst lange anhält, ist unerlässlich, seine Zähne gut zu pflegen, regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen und sich zahngesund zu ernähren. Dadurch beugt man neuen Verfärbungen vor – und tut etwas für seine Gesundheit.

Ist es normal, wenn die Zähne nach dem Bleaching wehtun?

Nach dem Bleaching können die Zähne vorübergehend empfindlich sein oder wehtun. Es handelt sich dabei um eine häufige Nebenwirkung der Zahnaufhellung. Sie tritt dann auf, wenn das Bleichmittel die empfindlichen Schichten im Inneren der Zähne erreicht. Die Empfindlichkeit und die Schmerzen können einige Tage bis zu einer Woche nach dem Bleaching anhalten. In den meisten Fällen sind diese Symptome harmlos und kein Grund zur Sorge.

Aber: Eine übermäßige oder unsachgemäße Anwendung von Bleichmitteln kann zu ernsthaften Schäden an den Zähnen führen. Zum Beispiel kann eine Überdosierung oder eine zu lange Einwirkzeit des Bleaching-Gels zu Schmerzen, Zahnfleischreizungen oder Schäden am Zahnschmelz führen. Deshalb gehört das Bleichen von Zähnen in die Hände von Fachpersonal. Sollten die Schmerzen oder Empfindlichkeit nach dem Bleaching länger als eine Woche anhalten, ist es ratsam, einen Zahnarzt aufzusuchen, um mögliche Zahnschäden zu überprüfen.

 

Quellen:

  • Das Gesundheitsportal medondo.health
  • Gupta M, Kalotra J, Mall M, Targotra S, Gupta P, Anukriti. Dental Bleaching: An Overview. Asian Pac. J. Health Sci., 2020; 7(2):58-62
  • Carey CM. Tooth whitening: what we now know. J Evid Based Dent Pract. 2014 Jun;14 Suppl:70-6. doi: 10.1016/j.jebdp.2014.02.006. Epub 2014 Feb 13. PMID: 24929591; PMCID: PMC4058574.
  • Albanai SR, Gillam DG, Taylor PD. An overview on the Effects of 10% and 15% Carbamide Peroxide and its Relationship to Dentine Sensitivity. Eur J Prosthodont Restor Dent. 2015 Jun;23(2):50-5. PMID: 26373197.
  • Verbraucherzentrale: Bleaching - Möglichkeiten der Zahnaufhellung; Stand: 04. Januar 2021
  • Patienteninformation der Initiative proDente: Zahnaufhellung / Bleaching; Stand: Februar 2021